L O A D I N G
Schreiben

In den vergangenen neun Jahren im Bereich der Content-Erstellung konnte ich mehr als 8.000 Texte für Kunden aus verschiedenen Bereichen erstellen. Dabei habe ich fast alles gesehen: von völlig lieblos erstellten Inhalten bis hin zu High-End-Landingpages, die hohe Umsätze erzielen.

Eine Sache hat sich dabei klar herauskristallisiert: Die meisten Texte im Netz dienen lediglich als Füllmaterial. Sie existieren nur, damit Content da ist. Im Jahr 2026, wo jeder mit geringem Aufwand KI-Texte erstellen kann, erzeugen derartige Texte keine Anfragen. Und wenn eine Website dauerhaft nicht performt, dann ist dies in der Regel der Qualität der dortigen Inhalte geschuldet.

Im Folgenden habe ich in 10 Punkten zusammengefasst, was einen guten Copywriter auszeichnet, damit Sie zukünftig jemanden mit der Erstellung Ihrer Inhalte beauftragen, der wirkliche Ergebnisse liefert.

 

1. Fokus auf den Mehrwert

Viele unerfahrene Texter hängen sich häufig an Funktionen und Merkmalen auf. Sie schreiben über Laufzeiten, Seitenzahlen oder technische Details. Das ist zwar informativ, aber es bewegt Nutzer nicht zu einem Kauf.

Ein guter Copywriter verzichtet auf umfangreiche Details und fokussiert sich stattdessen auf den Mehrwert für die Nutzer.

  • Mittelmäßig: „Dieses SEO-Paket enthält 10 Backlinks und 4 Blogartikel pro Monat.“

  • Echt: „Wir sorgen dafür, dass Sie in den Suchanfragen oben auftauchen – und auf diese Weise mehr Kunden gewinnen.“

Zusammenfassung: Nutzer kaufen keine technischen Details, sondern eine Lösung für ihr Problem. Ein guter Text fokussiert sich auf das Ergebnis („Mehr Kunden“) und vernachlässigt die Besucherzahlen.

2. Der Kunde ist König: Beratung trifft Umsetzung

 Kunden haben häufig ganz eigene Vorstellungen, Vorgaben oder interne Richtlinien. Ein guter Copywriter zeichnet sich dadurch aus, wie er auf ungewöhnliche Vorgaben reagiert.

In solchen Situationen verfolge ich eine klare Vorgehensweise: 

  • Beratung: Sofern eine Vorgabe (z.B. eine extrem hohe Keyworddichte) den Text unleserlich macht oder das SEO-Ranking gefährdet, weise ich darauf hin und hinterfrage. Das sehe ich als meine Verantwortung als Dienstleister.

  • Pragmatische Umsetzung: Nachdem die Rahmenbedingungen geklärt sind, gilt: Der Kunde ist König. Wenn die Vorgabe lautet, dass ein KI-Detektor 100 % „Human“ anzeigen muss oder Meta-Descriptions bewusst länger als die optimalen Zeichenzahl sein sollen, dann setze ich die Vorgaben wie gewünscht um.

  • Verlässlichkeit: Bis etwas anderes vereinbart wird, erstelle ich sämtliche Texte, wie diese gefordert werden. Denn ein Copywriter sollte in erster Linie Ergebnisse liefern, die den Kunden zufriedenstellen. Dabei sollte man immer darauf achten, zugesagte Deadlines präzise einzuhalten, um die Planung des Kunden nicht zu gefährden. Wichtig ist auch, dass die Texte immer ready-to-publish geliefert werden. Das bedeutet, dass Meta-Title und Meta-Description dem Kunden zusammen mit dem erstellten Text geliefert werden.

Zusammenfassung: Fachliche Beratung ist ein Muss, aber nicht auf Kosten einer loyalen und termingerechtne Umsetzung der individuellen Vorgaben und internen Richtlinien.

 

3. Recherche macht 80 % der Arbeit aus

Man sieht einem Text sofort an, ob sich der Autor wirklich mit den Anforderungen der Zielgruppe auseinandergesetzt hat. Wer nicht weiß, was die Zielgruppe beschäftigt oder welche konkreten Probleme diese hat, der kann auch keine relevanten Inhalte für diese erstellen.

Bevor ich mit der Texterstellung beginne, setze ich mich daher immer ausführlich mit der entsprechenden Zielgruppe auseinander. Was bewegt Nutzer aus der Zielgruppe zu einem Kauf und was schreckt sie ab? Wer sich im Vorfeld der Texterstellung nicht mit derartigen Faktoren beschäftigt, der kann nur raten, was die angepeilte Zielgruppe möchte– und Raten ist im Marketing-Kontext immer äußerst riskant.

Zusammenfassung: Ohne ein Verständnis für die Zielgruppe werden Inhalte nur auf Vermutung Erstellt.  Eine Recherche stellt sicher, dass Nutzer durch eine Botschaft wirklich erreicht werden.

4. Klarheit schlägt „Kreativität“

Es gibt Texter, die versuchen, besonders schlau oder „kreativ“ zu wirken. Sie nutzen Begriffe, die nach Agentur-Slang klingen. Dabei sind einfache Formulierungen zumeist die bessere Wahl. Ein Text ist kein Kunstwerk, sondern ein Werkzeug. Wenn der Leser nicht innerhalb von Sekunden versteht, was man anbietet und was er als Nächstes tun soll, besteht die Gefahr, dass man diesen verliert. Gute Texte sind so ausgerichtet, dass jeder sie sofort versteht – ganz ohne Fach-Chinesisch.

Zusammenfassung: Texte müssen einfach zuverstehen sein, nicht mit Fachbegriffen glänzen. Eine einfache, verständliche Sprache ohne Fach-Chinesisch stellt Leser eher zufrieden.

5. Erfahrung lässt sich nicht faken (E-E-A-T)

Niemand kauft bei einem anonymen Anbieter. In den vergangenen neun Jahren habe ich immer wieder gemerkt: Nutzer entscheiden sich bevorzugt für Produkte oder Dienstleistungen von Anbietern, die kompetent, zuverlässig und nahbar wirken. Google bezeichnet das als E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness), was auf Deutsch so viel wie Erfahrung, Fachkenntnis, Autorität, Vertrauenswürdigkeit bedeutet.

Viele Texte von Shops und Dienstleistern klingen heute fast wie aus einem Lehrbuch. Sie sind fachlich korrekt, aber sie bauen keine emotionale Verbindung zu dem Leser auf. Gute Texte beinhalten echte Erfahrungen aus der Praxis, Fallstudien oder sagen auch mal ganz offen, was bei einem Projekt nicht funktioniert hat.

Diese Transparenz schafft ein emotionales Fundament, wozu keine KI in der Lage ist. Die menschliche Komponente sowie die Fähigkeit, über den Tellerrand zu blicken und auf individuelle Kundenanforderungen einzugehen, ist es , was guten Content im Jahr 2026 von den vielen Texten, die mithilfe von KI erstellt wurden abhebt. Wer zeigt, dass er die Probleme seiner Kunden nicht nur erkennt, sondern sie in der Praxis lösen kann, gewinnt deutlich an Vertrauen hinzu.

Zusammenfassung: Erfahrungen aus der Praxis und Fallstudien schaffen Vertrauen.  Transparenz und Kundenorientiertheit gehörrn in der heutigen Zeit zu den größten Wettbewerbsvorteilen.

6. Interne Verlinkung: Den Nutzer (und Google) führen

Ein isolierter Text auf einer Website hat es schwer. Darum sollten gute Copywriter nicht nur auf den aktuellen Artikel konzentrieren, sondern dabei das gesamte geschlossene Ökosystem im Blick behalten. Es bringt nicht viel, wenn ein Nutzer einen Beitrag liest und die Seite anschließend sofort wieder verlässt.

Daher achte ich immer darauf, neue Inhalte sinnvoll mit bereits bestehenden Seiten zu verknüpfen. Strategisch platzierte interne Links können nicht nur die Verweildauer der Nutzer erhöhen, sondern die Autorität der gesamten Domain wird auf diese Weise ebenfalls gestärkt. Google erkennt dadurch die thematische Relevanz und bewertet die Seite besser. Gute Copywriter erstellen somit nicht nur Inhalte, sondern machen sich auch Gedanken darüber, wie diese in die bestehende Content-Strategie passen, um den maximalen SEO-Nutzen herauszuholen.

Zusammenfassung: Ein guter Text ist Teil eines Strategie. Interne Verlinkungen halten die Nutzer länger auf der Seite und stärken die Sichtbarkeit der gesamten Website.

7. Fokus auf Langlebigkeit (Evergreen-Content)

Mittelmäßige Inhalte sind oftmals bereits nach wenigen Monaten veraltet, weil diese sich mit kurzfristigen Trends beschäftigen. Ein erfahrener Copywriter erstellt dagegen Texte, die auch in zwei oder drei Jahren noch relevant sind und kontinuierlich Traffic generieren.

Dafür müssen zeitlose Probleme der Zielgruppe identifiziert und Lösungen angeboten werden, die Bestand haben. Natürlich kann es dabei vorkommen, dass Daten oder technische Details gelegentlich aktualisiert werden müssen, aber das Grundgerüst sollte so ausgerichtet sein, dass es über Jahre hinweg aktuell bleibt. Unternehmen, die in langlebige Inhalte investieren, senken langfristig ihre Kosten, da der Content nur einmal erstellt werden muss, aber dauerhaft neue Kundenanfragen generiert.

Zusammenfassung: Unternehmen sollten in Inhalte investieren, die auch in einigen Jahren noch relevant sind. Das senkt die Kosten pro Lead und schafft einen dauerhaften digitalen Mehrwert.

8. Mobile First & Lesefluss: Content für das Smartphone optimieren

Ein oft unterschätzter Punkt bei der Texterstellung ist die Art und Weise, wie Inhalte konsumiert werden. Ein Copywriter kann den inhaltlich besten Text schreiben – wenn dieser auf einem Smartphone als massive Textwüste erscheint, wird er nicht gelesen.

Gute Texte zeichnen sich durch eine klare visuelle Hierarchie aus. Das bedeutet: kurze Absätze, prägnante Zwischenüberschriften und der gezielte Einsatz von Bullet Points. Man muss darauf achten, dass der Lesefluss auch auf kleinen Bildschirmen stets erhalten bleibt. Man schreibt nicht für eine Zeitung oder Zeitschrift, sondern für digitale Endgeräte, auf denen Nutzer Informationen oftmals schnell überfliegen. Wer die Strukturierung nicht darauf anpasst, verliert die Leser bereits nach den ersten Absätzen.

Zusammenfassung: Die besten Informationen sind wertlos, wenn sie am Handy nicht gut lesbar sind. Kurze Absätze und klare Strukturen verhindern den schnellen Absprung.

9. Emotionale Trigger vs. Logische Argumente

Viele mittelmäßig Texte sprechen ihre Zielgruppe nur auf der logischen Ebene an. Sie liefern Fakten, Daten und Zahlen. Doch Kaufentscheidungen werden psychologisch gesehen fast immer emotional getroffen und erst im Nachhinein logisch hinterfragt.

Ein erfahrener Copywriter weiß, wie man die richtigen emotionalen Trigger an den passenden Stellen setzt, ohne dass der Text manipulativ oder marktschreierisch wirkt. Es geht darum, den Nutzer das Gefühl von Sicherheit, Erleichterung oder Vorfreude zu vermitteln. Ein guter Text holt den Leser bei seinem aktuellen Problem ab und zeigt ihm glaubwürdig eine Lösung auf. Wem es gelingt, die Logik (Fakten) mit der Emotion (Nutzen) zu verbinden, erzielt auf diese Weise deutlich höhere Conversion-Rates.

Zusammenfassung: Nutzer entscheiden aus dem Bauch heraus. Wer Emotionen weckt und diese mit Fakten untermauert, gewinnt mehr Kunden.

10. Kontinuierliche Optimierung: Texten hört nach dem „Veröffentlichen“ nicht auf

Der zehnte Punkt, der einen guten Copywriter auszeichnet, ist das Vorgehen nach der Veröffentlichung. Ein Text ist kein starres Gebilde, das einmal hochgeladen wird und anschließend unverändert auf der Webseite verbleibt.

Nach der Veröffentlichung muss man deshalb immer die Performance im Auge behalten. Wie hoch ist die Absprungrate? Wo gehen Nutzer verloren? Erfüllt der Text die Suchintention der Nutzer, die über Google kommen? Daraufhin sollten die Inhalte basierend auf echten Nutzerdaten entsprechend optimiert werden. Manchmal können schon ein anderer Call-to-Action oder eine präzisere Überschrift einen großen Unterschied ausmachen.

Zusammenfassung: Ein veröffentlichter Text ist erst der Anfang. Nachjustierung auf Basis messbarer Daten sorgt dafür, dass Content maximal Performt.

Fazit:

Die Texte auf einer Website können im besten Fall 24/7 für einen echten Mehrwert sorgen. Sie sind entweder der beste Verkäufer oder sie werden kaum wahrgenommen. Was von beidem zutrifft, entscheidet sich während des Schreibens. Wer die Fähigkeit besitzt, Kundenwünsche mit relevantem Know-how zu vereinen und dabei die Sprache der angepeilten Zielgruppe spricht, der kann auf diese Weise einen Mehrwert für beide Seiten schaffen. Während Unternehmen ihre Umsätze mithilfe relevanter Texte deutlich steigern können, besteht der Mehrwert für die Zielgruppe aus den bereitgestellten Inhalten. Dadurch etabliert sich das Unternehmen nach und nach als Experte, wodurch das Vertrauen der Zielgruppe gesteigert wird.

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Dann würde ich mich freuen, wenn Sie mich kontaktieren!

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